Was ist HIV?
HIV ist ein Virus das vor allem die Zellen des Abwehrsystems befällt. Es vermehrt sich in ihnen, setzt sie außer Funktion und zerstört sie schließlich. Das körpereigene Abwehrsystem kann - anders als bei den meisten anderen Infektionen - HIV nicht aus dem Körper entfernen, obwohl einige Wochen nach der Infektion Abwehrstoffe (Antikörper) gegen das eingedrungene Virus gebildet werden.
Was ist AIDS?
AIDS ist eine schwere, durch HIV ausgelöste, Schwächung des körpereigenen Abwehrsystems. Es macht den Körper wehrlos gegen viele Krankheitserreger und anfällig für Tumore, die ein gesunder Mensch problemlos abwehrt. Die durch die Schwächung des körpereigenen Immunsystems ausgelösten Krankheiten führen schließlich zum Tod.
Was passiert nach der Infektion?
HIV gehört zu den schwer übertragbaren ansteckenden Krankheiten, d.h. eine Infektion ist nur durch Austausch von Körperflüssigkeit (Blut, Sperma, Scheidenflüssigkeit) die mit HI-Viren stark belastet ist, möglich.
Ein "zufälliger" Kontakt im Alltag als Infektionsquelle ist auszuschließen.
Darüber hinaus ist für die Infektion ein direkter Kontakt (offene, blutende Wunde, Kontakt mit Schleimhäuten) notwendig. Die gesunde Haut und selbst eine Wunde mit Krustenbildung, lassen HI-Viren nicht eindringen.
Nach einigen Wochen kann es zu ersten Anzeichen der Infektion kommen: kurz andauerndem Fieber, Hautausschlag und Drüsenschwellungen beispielsweise. Dieses vorübergehende Krankheitsbild ist aber nicht mit der Krankheits AIDS gleichzusetzen!
Die meisten Menschen mit HIV bleiben über Jahre beschwerdefrei. Die Infektion wirkt sich nicht spürbar aus und ist den infizierten Menschen auch nicht anzusehen.
Aber mit der Ausbreitung des Virus im Körper ist bereits eine Ansteckung anderer Menschen möglich und zwar schon bevor Antikörper im HIV-Test nachweisbar sind und auch, wenn das Virus im Blut aufgrund einer medikamentösen Behandlung nicht mehr nachweisbar sein sollte.
Langsam entwickelt sich eine Schwächung des Immunsystems, die schließlich zur Erkrankung AIDS führt - dem tödlich verlaufenden Endstadium der HIV-Infektion. Ursächlich für den Tod sind meist Infektionen, ausgelöst durch verschiedene, für den Gesunden meist harmlose, Erreger.
Die seit 1996 verfügbare retrovirale Behandlung verlängert zwar die Lebenserwartung da die rasche Ausbreitung der Viren im Körper gehemmt wird, birgt aber wegen der nicht unerheblichen Nebenwirkungen zusätzliche Gefahren.
HIV und AIDS sind nach heutigem Erkenntnisstand also nicht mehr zwangsläufig tödlich, aber auf jeden Fall als chronische Erkrankung anzusehen, die zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Lebensqualität führt.